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Osteopathie - was ist das ? Wo oder bei welchen Beschwerden kann man sie einsetzen ? Diese Frage wird mir oft gestellt.

Entwickelt wurde die Osteopathie von A. T. Still ( 1828 - 1917 ) der erkannte, dass man den Menschen als Einheit sehen muss.

Osteopathie ist helfen ohne Medikamente und Instrumente. Durch den Einsatz der Hände und Augen werden im Körper Strömungen, Bewegungen und Spannungen ertastet, welche zur Erstellung der osteopathisches Diagnose dient.

Die Osteopathie löst Blockaden in allen Systemen des Körpers und moblisiert die Selbstheilungskräfte.

Grundsätzlich kann die Osteopathie bei allen Funktionsstörungen des Körpers angewandt werden, egal wie lange diese schon bestehen.
Dazu gehören zum Beispiel Verspannungen oder Verletzungen des Skeletts und der dazugehörigen Muskeln und Bänder, Bandscheibenvorfall, Hexenschuss, Folgen von Unfallverletzungen und Kiefergelenksproblemen. Auch Tinnitus, Verdauungsprobleme, Inkontinenz und prämenstruelle Beschwerden können osteopathisch behandelt werden.

Die Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch, wobei sowohl die genaue Krankheitsgeschichte des Patienten als auch Ernährungs- und andere Lebensgewohnheiten erfragt werden.

Im zweiten Schritt wird das Gewebe mit veränderter Beweglichkeit oder Spannung ertastet. Durch geübte Griffe werden die minimalsten Bewegungseinschränkungen im Körper gefühlt und entsprechend interpretiert.

 

Zitat aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie (http://de.wikipedia.org):

Osteopathie ist eine komplementärmedizische Behandlungsform, die im Unterschied zur Chiropraktik auch Verbesserungen bei Allgemeinbefinden, Stoffwechsel und sonstigen, nicht unbedingt bewegungsbedingten Störungen erreichen will.

Die Methoden ähneln denen der Chiropraktik: Die Osteopathie geht davon aus, dass bei einer Störung der Selbstheilungskräfte des Körpers kleine äußere Einflüsse zu großen Beeinträchtigungen des Gesundheitszustandes führen können.

In der Osteopathie nutzt man den Körper als umfassend vernetztes Steuer- und Regelsystem. Ziel der osteopathischen Behandlung ist es, Funktions- und Bewegungseinschränkungen zu finden und zu beseitigen. Der Osteopath erkennt in allen Funktionskreisläufen (beispielsweise: Anspannung und Entspannung der Muskulatur, Bewegungsfreiheit der Gelenke, Schlaf - und Wachrhythmus, Blutkreislauf, lymphatisches System) des Organismus einen Bewegungsausdruck. Sie funktionieren in Abhängigkeit ihrer Steuerungssysteme, des Nerven- und Hormonsystems.

Um diese Funktionen im Gleichgewicht konstant zu halten, ist Bewegung oder Beweglichkeit aller Strukturen im Körper notwendig. Für die Vitalität von Gewebe ist Bewegung essentiell. Der Osteopath wirkt auf die essentiellen Bewegungen ein. So kann der menschliche Körper mit all seinen Funktionskreisläufen in seinem natürlichen Gleichgewicht funktionieren und gesunden. Osteopathen versuchen, Störungen zu erfühlen und ihnen durch leichte, aber gezielte Einflüsse (wie Druck durch die Hand) entgegen zu wirken.

Die Osteopathie wurde durch den Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. George V. Webster schrieb 1921: "Osteopathie ist das Wissen um die Struktur, Beziehung und Funktion jedes Teils des menschlichen Körpers angewandt auf die Regulation oder Korrektur all dessen, was die harmonische Funktion stört." Die Funktion des Körpers soll dabei so gestärkt werden, dass die Selbstheilungskräfte zum Tragen kommen.

Geschichte der Osteopathie

Osteopathie ist keine neue Heilmethode. Schon vor Jahrtausenden haben Leute an Knochen-, Gelenk-, Muskel- oder Nervenschmerzen gelitten, und oft wurden sie von einem Heilkundigen gepflegt.

Die ersten Zeichen von einer Handtechnik, die gefunden wurden, stammen aus dem alten Ägypten. Schon im 13. Jahrhundert v. Chr. besuchte man eine Art von Osteopath. In Rom (2. Jahrhundert n. Chr.), im Mittelalter, bis zu unseren Zeiten, immer wurden Handtechniken angewendet, aber nie wurden sie als Medizin anerkannt. Andrew Taylor Still war ein amerikanischer Arzt, der machtlos mit ansehen musste, wie seine erste Frau und vier seiner Kinder starben, da die damaligen Medizinkenntnisse nicht so gut waren wie heutzutage. Deshalb suchte er nach einem neuen Verständnis von Krankheit und Gesundheit des menschlichen Körpers, und von dem, was ihn heilen konnte. Seine Erkenntnisse bilden das Fundament der osteopathischen Medizin. Man kann nicht sagen, dass Andrew T. Still die Osteopathie geschaffen hat, sondern eher, dass er sie in den 1870er Jahren des 19. Jahrhundert neu gestaltet hat.

1892 gründete er die erste Osteopathie-Schule (American School of Osteopathy) in Kirksville, USA (heute Kirsksville College of Osteopathic Medicine KCOM). In dieser Schule lernte man fundamentale Grundwissenschaften, Stills eigene Theorie der Krankheit und der Gesundheit, und seine selbst gefundene Handtechniken.

Nach dem Studium bekam man eine von Andrew T. Still geschaffene Urkunde (D.O.), die klar von der allopatischen unterscheidbar war. Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte die Osteopathie England und in den fünfziger Jahren gelangte sie nach Frankreich. Heutzutage gehört die Osteopathie in den USA und in einigen europäischen Ländern, insbesonders England, Belgien und Frankreich, zu den allgemein anerkannten und bewährten Formen der Medizin. Die Akademie für Osteopathie (AFO) in Deutschland versucht die positiven Erfahrungen von Therapeuten und Patienten auch zunehmend in wissenschaftlich fundierten Studien, die auch statistischen Kriterien genügen, zu belegen.

Teilgebiete der Osteopathie

Auch wenn der Name Osteopathie ein einheitliches Grundkonzept andeutet, besteht die Osteopathie doch aus einer Zusammensetzung verschiedener Methodenschulen. In der Osteopathieausbildung gilt eine Teilmenge von Methoden als verbindlich. Einige solcher Behandlungsmethoden sind:

Strain/Conterstrain - positional release

Muskel-Energie-Techniken

Faszien-Techniken

Cranio-Sacral-Therapie

HVLA-Techniken ("high velocity, low amplitude", also kleine schnelle Bewegungen; sie entsprechen dem "Einrenken" in Chirotherapie und Chiropraktik)

Sie werden z. T. verschiedenen Entdeckern zugeschrieben und sind verschieden gut mit schulmedizinischen Ansichten vereinbar.